|
Was Sie über einen Zimmer- oder Wohnungsbrand wissen sollten
1. Rauch ist schwarz
Sie werden nichts sehen. Selbst in Ihrer gewohnten Umgebung werden Sie die Orientierung verlieren. Sie geraten in Panik.
2. Nachts schläft auch der Geruchssinn
Die meisten Feuer beginnen mit einer Schwelphase. Der Rauch verteilt sich unbemerkt in der ganzen Wohnung. Das geruchlose Kohlenmonoxid und -dioxid im Rauch wird Sie einschläfern, bewegungsunfähig und schon nach drei Atemzügen bewusstlos machen. Bereits zehn Atemzüge sind tödlich. Die nächtlichen Brandopfer schlafen in den Tod.
3. Die Hitze wird Sie töten
Der Körper hört auf zu funktionieren. Während eines Feuers entstehen innerhalb kürzester Zeit Temperaturen von mehreren +100°C. Durch Einatmen der heißen Gase verdampfen die Lungen.
4. Zeit - Sie haben keine Zeit
Die Fluchtzeit, nachdem Sie durch einen Rauchmelder gewarnt wurden, beträgt zwei Minuten. Sie haben keine Zeit, sich anzuziehen oder Wertsachen zusammen zu packen. Warnen Sie Ihre Mitbewohner. Verlassen Sie sofort das Gebäude. Rufen Sie die Feuerwehr erst an, wenn Sie im Freien sind.
5. Kennen Sie Ihren Fluchtweg
Wenn Sie sich nicht im Voraus über Ihren Fluchtweg informiert haben, werden Ihre Überlebenschancen sehr gering sein.
Die häufigsten Brandursachen im Privathaushalt
Elektrische Geräte: Fast jeder vierte Brand in Privathaushalten entsteht durch elektrische Haushaltsgeräte. Besondere Gefahren gehen dabei von Heizgeräten, Heizkissen, Heizdecken, Bügeleisen und Kühlschränken aus. Der Stand-by-Modus bei TV-Geräten oder Hi-Fi-Anlagen erhöht zusätzlich die Brandgefahr.
Küche: Eine Brandursache ist auch die nicht abgeschaltete Herdplatte auf der noch ein Topf steht bzw. sich Plastik oder ein Küchentuch entzünden. Vergessene Brötchen im Backofen sind eine weitere Gefahrenquelle.
Feuerstellen und Heizgeräte: Kamine, Öfen und Heizstrahler sind oftmals der Ausgangspunkt von Bränden. Die starke Aufheizung der Umgebung wird hierbei oft unterschätzt.
Weihnachten/Silvester: Weihnachtsbäume und Adventskränze können sich explosionsartig entzünden. Umgefallene Kerzen und das Silvesterfeuerwerk sind ein immer wieder unterschätztes Gefahrenpotenzial.
Rauchen/Unachtsamkeit: Abgesehen von der Zigarette im Bett sind auch unachtsam weggeworfene Streichhölzer, nicht ausgeglühte Asche oder heruntergefallene Kippen Ursachen für viele Haushaltsbrände.
Spraydosen: Im erhitzten Zustand sind sogar leere Spraydosen Sprengkörper. Unabhängig vom Doseninhalt gehören sie weder in die Sonne noch in die unmittelbare Nähe von Öfen und Heizkörpern.
Brennbare Flüssigkeiten: Benzin, Heizöl, Lösungsmittel, Alkohol, Lacke und andere leicht entzündliche Flüssigkeiten stellen immer ein erhöhtes Risiko dar.
Worauf Sie beim Kauf von Rauchmeldern achten sollten
Die lebensrettenden Rauchmelder sind kaum größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich. Achten Sie beim Kauf von Rauchmeldern darauf, dass die Geräte nach der prEN 14604 geprüft sind. Das garantiert Ihnen, dass die Rauchmelder zuverlässig Rauch erkennen und eine frühe Alarmmeldung sicherstellen. Rauchmelder sollten batteriebetrieben sein, um auch bei Stromausfall zu funktionieren. Bevor die Batterie ausgetauscht werden muss, ertönt ca. 30 Tage vorher ein Warnsignal.
Funktion eines Rauchmelders
|